Über Rezensionsexemplare, das Bloggen und Social media
Alltägliches

Über Rezensionsexemplare, das Bloggen und Social media

Heute schreibe ich über Rezensionsexemplare, das Bloggen und Social media und was sich bei mir geändert hat!


Zuerst einmal vorweg:

Ich liebe es, Bücher zu besprechen, und genieße auch Leserunden, bei denen es einen lebhaften Austausch gibt und nicht jeder in seiner Blase nur die eigenen Leseeindrücke festhält und danach in der Versenkung verschwindet. Deshalb habe ich mich schon lange nicht mehr bei „Wasliestdu“ beworben, da mir die Leserunden dort nicht gefallen. Ihr Aufbau ist schwerfällig und der Austausch wirkt für mich äußerst eindimensional, nichts, was mich anspricht. Auf Lesejury gefällt mir besonders, dass es für alle ein Startsignal gibt und auch das Miteinander ist lebendiger und für mich gewinnbringend.

 

Bei LovelyBooks fühle ich mich ebenso wohl, auch wenn dort jeder anfängt, wann es bei ihm reinpasst und viele dadurch nachkleckern. Es gibt immer Mitleser, die sich aktiver einbringen und dort habe ich schon die wildesten Diskussionen erlebt und das ist für mich wertvoll. Dennoch reizt es mich momentan nur wenig, mich auf ein Buch in einer Leserunde zu bewerben, weil es für mich einen erheblichen Mehraufwand bedeutet, da sich meine Antworten nicht auf: „dass Buch liest sich bisher schön“, oder „ich bin gut gestartet und freue mich auf den weiteren Leseabschnitt“, beschränken.

 

Rezensionsexemplare um jeden Preis?

Ich bemerke auch deutlich, dass ich mich nicht mehr vor ein begehrtes Belegexemplar werfe, nur um es mein Eigen zu nennen. Lieber warte ich ab und kaufe es mir zu einem Zeitpunkt, der für mich passend ist. Momentan bereitet es mir mehr Freude, ein Buch aus meinem Stapel zu ziehen und zu lesen, auch wenn es schon vor Jahren auf den Markt gekommen ist. Diese Entscheidungsfreiheit steht bei mir ganz oben und ich komme dem gerne nach. Keine Ahnung, weshalb sich das bei mir so entwickelt hat, aber ich brauche gerade dringend die Freiheit selbst zu bestimmen, was ich wann in welchem Tempo lesen möchte. Und so hagelt es bei mir Absagen auf Anfragen und Rezensionsexemplare frage ich deutlich seltener an. Aber nur so gelingt es mir, mich selbst in den Fokus zu setzen und meine eigenen Bedürfnisse nicht aus den Augen zu verlieren. 

 

Soziale Medien – unnötige Energiefresser?

Dann sind da die sozialen Medien, die ebenfalls jede Menge von meiner Aufmerksamkeit einfordern und ich muss aufpassen, dass es mir nicht zu viel wird, wie so manch anderen, die zwar Beiträge ihrer Bloggerkollegen und von Autoren in ihren Storys auf Instagram posten, diese aber kommentar- und lieblos hineinklatschen. Da denke ich mir, es wäre besser nicht gepostet worden. Das Ausreizen der Markierung von Personen in Beiträgen fahre ich ebenfalls zurück und wähle gerne nur die Personen aus, von denen ich weiß, das sie es mir sagen, wenn es ihnen zu viel wird und ich ohnehin einen guten Draht zu ihnen habe. Mich irritiert es, wenn ich von Wildfremden markiert werde. Ist dies doch immer eine Aufforderung zum Handeln. Inzwischen gelingt es mir, das zu ignorieren.

 

Ich kommentiere gerne Beiträge, die mich ansprechen und dort, wo mir immer Liebe und Aufmerksamkeit entgegen schwappt. Es gibt auch jene Instagrammer, die einen ständig markieren, aber nie und ich betone nie, auch nur einmal einen Kommentar zurücklassen. Wie kann man immer nur nehmen wollen und nicht bereit sein, sich selbst einzubringen. Kommunikation ist keine Einbahnstraße. Instagram ist ein wunderbares Beispiel für eine oberflächliche Plattform, auf der ich zum Glück tolle Menschen mit Tiefe kennengelernt habe. Dort kämpft jeder um Sichtbarkeit, und wenn ich gerade absinke und nach oben schaue, sehe ich unzählige Beine, die sich abstrampeln, um mir nicht folgen zu müssen. Und sobald ich mich auf meiner Höhe umsehe, entdecke ich immer mehr Gleichgesinnte, die erkannt haben, dass der Spaß alles ist und man den „Wettkampfgedanken“ rasch beiseitelegen sollte, um nicht in eine endlose Gedankenspirale zu geraten, deren Weg nur nach unten führt. 

 

Die Essenz von der Geschichte:

Die Welt um mich herum ist hart genug, darum ist es wichtig, dass ich gut auf mich achtgebe, meine Warnsignale erkenne und mich dem hingebe, was mich glücklich macht. Das Leben ist ein stetiger Wandel und nimmt mich nicht aus. Ich bin gespannt, was ich in einem halben Jahr über meine Worte denke. Ob sie da noch aktuell sind?

 

8 Comments

    • Yvonne

      Liebe Sandra, das freut mich sehr 😍

      Vielen Dank für deinen Besuch und die Zeit, die du dir genommen hast, meinen Beitrag zu lesen.

      Ich wünsche dir einen guten Start ins Wochenende, herzliche Grüße, Yvonne 😘

  • Rabi

    Hi Yvonne,

    Du hast das sehr treffend formuliert.
    Mir geht es ähnlich.
    Ich investiere gerade nicht so viel Zeit in das Bloggen. Es ist irgendwie immer so viel anderes, was meine Aufmerksamkeit einfordert.
    Ich lese jeden Monat ein Buch für meinen Lesekreis. Da macht mir der Austausch mit den anderen viel Spaß und es ist kein Zwang, ein Buch zu beenden, was einem vielleicht doch nicht zusagt.
    Dann lese ich, wozu ich Lust habe und frage hin und wieder ein paar Bücher über das Bloggerportal an. Auch da sind es Bücher, die mich interessieren. Und es klappt ja auch nicht immer. Das ist auch gar nicht schlimm. Wenn es klappt, habe ich einen Grund, mich zu freuen. 🙂
    Anfragen von (Selfpublisher) Autoren habe ich in letzter Zeit allerdings abgelehnt. Meistens bekommt man da E-Books und ich lese lieber Prints.

    Und wenn ich eine Leseflaute habe, zwinge ich mich nicht. Dann stricke ich halt an meinem Schal weiter.. 😉

    Ich mag den Austausch mit anderen. Aber ich lese hauptsächlich für mich und mein Vergnügen.

    LG
    Rabi

    • Yvonne

      Hallo Rabi, ich danke dir für deine wundervollen Worte und die Zeit, die du dir dafür genommen hast. 😘

      Mich wühlt gerade auch das Drumherum in meinem Leben auf und nimmt mir damit die Leselust. Ich kann mich aktuell nur schwer auf ein Buch konzentrieren. Einen Lesekreis hatte ich noch nie und finde es toll, das du einen hast. Wie einigt man sich da auf ein Buch? Zumindest sollten alle das gleiche Genre bevorzugen.

      Beim Bloggerportal frage ich auch ab und an Bücher an, aber das hält sich in Grenzen und wie du schon sagst, erhält man eh nicht jedes Wunschbuch und so ist die Freude über eine Zusage immer groß. 😍 E-Books lese ich auch nicht so gerne, aber manchmal komme ich nicht drumherum. Selfpublisher nehme ich nur noch selten an und das letzte Mal ist schon länger her. Aber ich habe Autoren als SP deren Bücher ich immer gerne lese.

      Stricken ist sicher eine tolle Abwechslung zur Leseflaute. Ich bin in Handarbeiten eine Niete und versuche mein Glück dann in einer TV Serie oder schreibe. Das lenkt mich beides gut ab.

      Ich wünsche dir einen guten Rutsch ins Wochenende und danke dir für deinen aktiven Besuch auf meinem Blog.

      Herzliche Grüße, Yvonne 😘

  • leseHuhn

    Meine liebe Yvonne,
    du findest immer so wunderschöne passende Worte.
    Dein angesprochener Punkt, jedes Rezensionsexemplar haben zu müssen um es zu haben, kann ich nur zustimmen. Das ist auch nicht mein Ding. Ich bewerbe mich bei lovelybooks oder lesejury nur noch auf Bücher, die ich zeitlich auch direkt lesen kann. Und mir sind Leserunden mit Autorenbegleitung am liebsten.
    Buddyread macht mir auch viel Spaß und ich hoffe wir finden auch mal einen tollen Roman den wir gemeinsam lesen könnten.
    Und nun noch ein paar Worte zu Insta, man lässt sich schnell anstecken vom Hype und möchte dann auch höher, schneller und weiter. Da hilft nur die Bremse treten und einen Instafreien Tag einlegen.
    Das “versuche” ich seit Jahresbeginn und es gelingt mir immer besser.
    LG Andrea/leseHuhn 🐥

    • Yvonne

      Liebe Andrea, vielen Dank für deine ausführliche Antwort und die Zeit, die du dir dafür genommen hast, das bedeutet mir sehr viel. ❤️
      Mir ist es ebenso wichtig wie dir, Rezensionsexemplare zeitnah zu lesen und zu rezensieren, alles andere baut bei mir einen enormen Druck auf, der mir nicht guttut. Buddy-Reads liebe ich inzwischen auch und es wäre doch gelacht, wenn wir kein Buch finden, das wir uns gemeinsam gönnen können.

      Instagram ist eine Sache für sich und die Gefahr lauert genau in dem “höher, schneller, weiter”. Super, das du schon komplett freie Social media Tage einbauen kannst. Das habe ich noch nicht geschafft, aber ich werde daran arbeiten. 😀

      Ganz liebe Grüße und ein entspanntes Wochenende, Yvonne 😘

  • Mo

    Liebe Yvonne,

    ein sehr schöner Beitrag und ich kann dir nur in allem zustimmen. Es ist wichtig sich selbst nicht zu verlieren, das habe ich auch lernen müssen. Bloggen ist schön, aber nur im eigenen Rhythmus. Bei Rezensionsexemplaren geht es mir ähnlich wie dir. Ich sage vieles ab und frage selbst nicht mal mehr an. Ich möchte den Druck einfach nicht mehr, denn die Entdeckung der einzelnen Bücher soll mir Spaß machen.
    Übrigens mag ich bei Lovelybooks gerade den Punkt, dass jeder anfangen kann, wann er möchte. Das ist manchmal in der Interaktion etwas unglücklich, aber ich habe da das Gefühl nicht so einen Druck zu haben. Ganz besonders liebe ich allerdings mittlerweile Buddy-Reads. Das ist für mich der perfekte Austausch.

    Liebe Grüße
    Mo

    • Yvonne

      Liebe Mo, ich danke dir für deine ausführliche Antwort, in der ich so viel von mir selbst erkenne. ❤️
      Ich finde es auch nicht von Nachteil, wenn in einer Leserunde die Leser in ihrem eigenen Tempo starten und dadurch hinterher hängen. Und ich genieße es im Moment, so wenige Rezensionsexemplare zu haben, das ich meine Lesezeit komplett selbst bestimmen kann. Was für eine Wohltat. Buddy-Reads hatte ich noch nicht so viele, aber die wenigen verliefen großartig. 😀 Vielleicht finden wir auch einmal ein Buch, das wir gemeinsam lesen möchten. Ich würde mich sehr freuen.

      Liebe Grüße, Yvonne

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