Lea und das blaue Glück
Literatursalon

Lea und das blaue Glück, ist ein Quell der Inspiration

Die Rechte am Cover von “Lea und das blaue Glück” liegen bei Wiebke Wiedeck


Meine Rezension:

Buch Herkunft: Rezensionsexemplar von Autorin Wiebke Wiedeck

Lea und das blaue Glück

von Wiebke Wiedeck, 151 Seiten, erschienen am 21.11.2020, Wiedeck Verlag

Wenn du etwas zu sagen hast, dann sprich es aus. Wenn nicht, dann lass mich deinem Schweigen lauschen. Ich höre es klar und deutlich. by lesehungrig 

Dieser Satz ist direkt nach Beendigung des Buches in meinem Kopf und so widme ich ihn dieser Rezension. Warum er zu mir kam, hinterfrage ich nicht. Das Buch hat einiges in mir gelöst und ich lasse es frei, indem ich es aus meinen Fingern fließen lasse. Vielen Dank für die tolle Inspiration, liebe Wiebke.

Zum Buch:

Was ist Glück für dich? Für jeden sicher etwas anderes und so vielfältig wie wir Menschen sind, so unterschiedlich wird diese Frage beantwortet werden. 

Eine eindrucksvolle Protagonistin:

Lea ist 17 Jahre alt und ein durchschnittliches Mädchen. Zumindest sieht sie sich so und am liebsten möchte sie von keinem gesehen werden. Lea hat eine schwere Zeit mit ihrer Mutter hinter sich, doch zum Glück stand ihre geliebte Großmutter bis zu ihrem Tod an Leas Seite. Sie befindet sich einem Scheidepunkt in ihrem jungen Leben und eine Hausaufgabe über die Sommerferien bringt Lea auf eine Idee. Sie begibt sich auf eine nicht ungefährliche Reise und damit beginnt ihre Suche nach sich selbst und nach der Antwort, was Glück ist. 

Zur Umsetzung:

Der Schreibstil ist aktiv, berührend und wechselt in feinen Nuancen sein Stimmungsbild. In einer Szene liest er sich getragen und traurig, dann verändert er sich zu märchenhaft, um an einem weiteren Schauplatz den Leser satt und eindringlich zu erreichen. Wiedeck verleiht ihren Figuren spielerisch Tiefe, gibt ihnen ein Gesicht und ein Leben. Durch sie fangen sie an zu existieren und sie bewegen sich in meinem Kopf, als wären sie schon immer dort gewesen. Ich genieße die Vertrautheit, die Lea und alle beteiligten Charaktere in mir hervorrufen.

Die eingewobenen Erinnerungen an ihre Großmutter sind berührend und fundamental. Ich bedaure es zutiefst, dass ich diese beispiellose Frau nie kennenlernen durfte. Ich begleite Lea auf ihre aufregende Reise und erfahre immer durch die Perspektive der jeweiligen Person, die sie getroffen hat, welche Spuren Lea in ihrem Leben hinterlassen hat. Meine Leselust wird mit den ersten Worten angefacht und bis zum Schluss aufrecht erhalten. Unbedingt hervorheben möchte ich den hochwertigen Einband dieses kostbaren Büchleins, welches schon durch sein Format wohltuend vom Einheitsbrei der Buchwelt heraussticht.


Mein Fazit:

„Lea und das blaue Glück“, ist ein Quell der Inspiration, das eine Menge in mir zum Sprudeln bringt, ein Mut-Mach-Buch, in dem jeder Leser das finden kann, was er am dringendsten braucht. Wer sich die Zeit nimmt, sich auf die gehaltvollen Worte einzulassen, sie durch sich hindurchfließen zu lassen und sich dabei selbst reflektiert, wird erkennen, was ich damit meine. Die Autorin fragt im Buch: „Was ist Glück für dich“, und meine Antwort lautet in diesem Moment: “Glück ist es, dieses Buch zu lesen.” 

Liebe Wiebke, ich hoffe, du planst einen 2. Band fest ein. Einiges wurde in diesem Buch gelöst und ich finde, es ist erst die Spitze des Eisbergs in dieser Geschichte ans Tageslicht gekommen. Das Fundament steht und nun sollte es in die Tiefe gehen, weiter in Leas Leben eindringen, vielleicht auch in Mattis und Leas Mutters Leben. Ich würde mich riesig darüber freuen.

Von mir erhält „Lea und das blaue Glück“ 5 wertvolle ⭐️ von 5 und eine absolute und unbedingte Leseempfehlung. 🔥

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