Zwei Sterne im Schnee
Weihnachtliche Liebesromane

“Zwei Sterne im Schnee” bietet kurzweiliges Lesevergnügen

Die Rechte am Cover von “Zwei Sterne im Schnee” liegen bei Lotte R. Wöss


Meine Rezension:

Buch Herkunft: Rezensionsexemplar von Autorin Lotte R. Wöss

Zwei Sterne im Schnee

von Lotte R. Wöss, 198 Seiten, erschienen am 12.10.2020

Es ist der 2. Band aus der Reihe „Lovely Christmas.“ Die Bücher sind in sich abgeschlossen.

Eine kuschelige Decke, das Feuer knistert im Kamin und Kater Ismo rollt sich schnurrend auf meinen Füßen zusammen. Draußen rüttelt der Wind ungeduldig an den verbliebenen Blättern in den Bäumen. Der Tee dampft in der Tasse und ich greife genussvoll zu einem Plätzchen. Die Schokoummantelung hinterlässt braune Spuren auf meinen Fingerkuppen, die ich genüsslich ablecke. Für mich der perfekte Start in einen Lesenachmittag. Auf meinen Beinen liegt der weihnachtliche Liebesroman “Zwei Sterne im Schnee” und wenn ihr wissen wollt, ob die Story hält, was das Cover  verspricht, dann lest einfach weiter.

Zur Handlung:

Marc ist Skirennläufer und bei einem Trainingslauf schwer verunfallt. Kann ihm die Physiotherapeutin Charly wieder in die Spur bringen, nachdem er sich selbst aufgegeben hat? 

Zu den Figuren:

Marc Leander, 31 Jahre alt, ist leidenschaftlicher Skirennläufer, doch ein schwerer Unfall reißt ihn aus seinem gewohnten Leben und macht all seine Zukunftsträume zunichte. Nach etlichen Therapierückschlägen sitzt er in einem tiefen Loch fest. Marc ist störrisch, wirkt oft kühl und berechnend und stößt mich damit von sich. Sobald er seine weiche Seite zeigt, möchte ich ihn in den Arm nehmen und für ihn da sein. Ein für mich zwiespältiger Charakter.

Charlotte Wagner, von allen Charly genannt, ist Physiotherapeutin und wurde von ihrem Freund verlassen. Bei der Arbeit im Krankenhaus läuft es nicht rund und da kommt das Angebot, sich um den verunglückten bekannten Skirennläufer zu kümmern, genau richtig. Sie liebt ihren Beruf und versteht es, Menschen zu motivieren und sie zu Höchstleistungen anzutreiben. So kapituliert sie auch nicht vorschnell vor Marcs unausstehlicher Art. Sie ist herzensgut und ein wenig mit Naivität gesegnet.

Die Umsetzung:

Der Schreibstil ist flüssig, charmant und witzig und so gelingt der Einstieg in die Story problemlos. Ich genieße ein angenehmes Setting. Wöss spricht alle meine Sinne an und immer wieder läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Es wird romantisch und stürmisch, im wahrsten Sinne des Wortes. Ihr erstes Aufeinandertreffen lässt mich Lachen und es geht mit humorvollem Wortwitz weiter. Wöss schafft es spielend, meine Leselust aufrecht zu erhalten, und so rausche ich durch die Seiten.

Was mir weniger gefällt:

Im späteren Verlauf der Geschichte habe ich meine Probleme mit den Figuren. Charly ist oft zu nachgiebig und Marc benimmt sich zu häufig wie ein Idiot. Charlys Verhalten passt für mich mehrmals nicht zur vorangegangenen Situation. Die Geschichte liest sich für mich nicht rund und ich hätte mir einiges mehr an ehrlichen Emotionen gewünscht. Leider ist nicht alles nachvollziehbar und manches wirkt konstruiert. Das Ende liest sich gequetscht und nicht sauber ausgearbeitet. Da ging mir alles zu schnell. Das Buch hätte einige Seiten mehr vertragen können.


Mein Fazit:

„Zwei Sterne im Schnee“ ist ein kurzweiliger Liebesroman, den ich aufgrund des tollen Schreibstils in einem Rutsch durchgelesen habe. Leider vermisse ich Tiefgang in der Story und nachvollziehbare Emotionen. Das Ende liest sich gequetscht und nicht sauber ausgearbeitet. Da ging mir alles zu schnell. 

Von mir erhält „Zwei Sterne im Schnee“ 3 prima ⭐️ von 5 und eine Leseempfehlung. 

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