Verloren im Schattenwind
Liebesroman

Verloren im Schattenwind ist eine ruhige Lovestory

Die Rechte am Cover von “Verloren im Schattenwind” liegen bei Britta Orlowski


Meine Rezension:

Buch Herkunft: gewonnene Leserunde auf LovelyBooks

Verloren im Schattenwind

von Britta Orlowski, 262 Seiten, erschienen am 03.11.2020

Liebe bedeutet Vertrauen, doch ohne Vertrauen bedeutet Liebe nichts. 

Zur Handlung:

Ben muss Sozialstunden ableisten und zieht dazu auf einen Schafhof. Anfänglich tut er sich schwer und vor allem die Tochter des Hofes bringt ihn aus dem Takt. Wird es ihr gelingen, Bens Mauern zum Einsturz zu bringen?

Zu den Figuren:

Livi Decker geht noch zur Schule und liebt ihr Leben auf der Schaffarm, auf der es auch Pferde und den entzückenden Border Collie Leeds, gibt. Sie ist forsch, klug und geht mit offenen Augen durchs Leben. 

Ben Olschewski trägt ein dunkles Geheimnis mit sich herum, dessen Dämonen ihn regelmäßig heimsuchen. Er ist leicht reizbar, wirkt melancholisch, frustriert, aber im Umgang mit den Tieren zeigt er eine andere Seite von sich; eine Weiche und Warme, die mir prima gefällt. 

Die Entwicklung der Figuren geht ruhig vonstatten, wobei Livi für mich nicht immer nachvollziehbar agiert. 

Die Umsetzung:

Der Schreibstil ist überwiegend flüssig zu lesen. Dem Buch liegt eine süße Idee zugrunde, deren Entwicklung erst nach der Hälfte richtig in Fahrt kommt. Ich erlebe das Hofleben, samt Tierwelt, hautnah mit und möchte nach jedem Arbeitstag am liebsten gleich mit unter die Dusche springen, so bringt mich Orlowski ins Schwitzen. Sie setzt mein Kopfkino in Gang, was ich total genieße. Die Dialoge zwischen Livi und Ben sind lebendig und schlagfertig. Sie schenken sich nichts und ich habe jede Menge Spaß mit ihnen. Die Geschichte wird aus Sicht der 3. Person geschildert.

Orlowski führt deutlich vor Augen, was falsches Gerede und üble Verdächtigungen für Menschen bedeuten können. Es zeigt aber auch, wie wichtig es ist zu reden und nicht klaglos in die Opferrolle zu schlüpfen. 

Was mir weniger gefällt:

Den Prolog hätte ich nicht gebraucht und beim Lesen stolpere ich über einige Passagen, die mich aus dem Lesefluss werfen. Nicht alles ist für mich nachvollziehbar. Mir kommen die Gefühle zwischen Livi und Ben zu kurz. Sie ballen sich erst gegen Ende. Eine unschöne Sache, die sich durch den Anfang des Buches anbahnt, wird mir zu rasch abgehandelt. 


Mein Fazit:

Verloren im Schattenwind ist eine unterhaltsame Geschichte, die ich rasch durchgelesen habe. Ich genieße die Zeit auf dem Hof, mit den Tieren und mit Livi und Ben. Es ist eine ruhige Story, die ihrem eigenen Tempo folgt. Eine angenehme Erzählstimme rundet alles ab.

Von mir erhält das Buch 4 leuchtende ⭐️ von 5 und eine Leseempfehlung.

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