Erotik

Mut – konnte mich nicht völlig überzeugen

Die Beschreibung:

Um der Leere ihres Lebens zu entkommen, nimmt die Mediengestalterin Viktoria ein einmaliges Engagement im Lilith Secrets Theatre an. Hier wird keine erotische Revue mit Glitzer und Glamour inszeniert, sondern die dunkle Seite der Lust. Bei diesem intensiven Spiel um Dominanz und Unterwerfung trifft sie allerdings auch auf den »Fürsten der Hölle«, der bislang nur in ihrer Vorstellung existiert und dort Macht über sie ausgeübt hat. Von dieser dämonischen inneren Welt ist Gil, die Intendantin des Theaters fasziniert.

Sie schlägt Viktoria vor, Begegnungen zu arrangieren, die davon inspiriert sind. Viktoria lässt sich darauf ein, und je mehr sie von sich offenbart, desto mehr erhält sie Zugang zu einer Welt voller sinnlicher Abenteuer. Darin begegnet sie schließlich auch Ralf, dem Geliebten Gils … Doch der Fürst greift ebenfalls ins Spiel ein. Imagination und Wirklichkeit tauschen immer wieder die Plätze. Wird sich Viktoria in einer Zwischenwelt verlieren?

Die Rechte am Klappentext und Cover liegen beim Gatzanis Verlag


Mut

von Ines Witka, 284 Seiten, erschienen am 28.01.2019, im Gatzanis Verlag

Dieses Buch durfte ich im Rahmen einer Leserunde kennenlernen.
Frau Witka hat einen flüssigen Schreibstil, der sich angenehm liest und die Ich-Perspektive mag ich ohnehin sehr gerne.

Die Theatervorstellung im Buch Mut, sprengt meine Vorstellungskraft. Die Autorin führt mich in eine unbekannte Welt. Die Protagonistin Viktoria ist in ihrem Handeln für mich nicht nachvollziehbar. Auf der einen Seite zeigt sie sich sehr introvertiert und auf der anderen Seite ist sie in der Lage, an sexuellen Handlungen teilzunehmen, die so gar nicht zu dem vermittelten Bild von ihr passen.

Sie machte eine Wandlung durch, die nicht abgeschlossen wird. Es gibt Folgebände, in denen das sicher abgehandelt wird.

Wer eine Liebesgeschichte erwartet, wird enttäuscht sein. Hier geht es nicht um tiefere Gefühle, sondern um die sexuelle Selbstverwirklichung einer Frau, die ihren Mann verlassen hat und deren Scheidung noch nicht allzulange hinter ihr liegt.

Frau Witka greift in dieser Geschichte einige Tabus auf, wozu es Mut braucht. Der Titel passt wirklich hervorragend dazu. Leider ist es ihr nicht gelungen, die Emotionen von Viktoria für mich erlebbar zu gestalten. Bei mir prickelt nichts. Mit den Dämonen, denen sich Viktoria ausgesetzt sieht, kann ich nichts anfangen und ich weiß nicht, ob diese Geschichte sie benötigt. Es macht viele Passagen schwerer verständlich.

Am wohlsten fühlt ich mich, wenn Viktoria und Alexander, ihr Ex-Mann, aufeinander treffen. Hier ist alles logisch und für mich nachempfindbar. So realistisch – das Leben eben. Für mich die angenehmsten Passagen dieses Buches und ich wünsche mir mehr davon.


Mein Fazit:

Ich bin in dieser Geschichte über einige inspirierende Details gestolpert und danke der Autorin dafür. Insgesamt ist es eine Geschichte, die sich rasch gelesen hat, wobei aber vieles noch ausbaufähig wäre. Dennoch hat sie mich gut unterhalten und wer offen für Neues ist, sollte ruhig einmal hineinlesen.

Von mir bekommt Mut ⭐️⭐️⭐️ Sterne von 5.

 

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