Lebe, als gäbe es kein Morgen
Liebesroman

“Lebe, als gäbe es kein Morgen” ist ein Wohlfühlbuch

Die Rechte am Cover von “Lebe, als gäbe es kein Morgen” liegen bei Charlotte Taylor


Meine Rezension:

Buch Herkunft: Rezensionsexemplar von Autorin Charlotte Taylor 

Lebe, als gäbe es kein Morgen (Vancouver Island Kisses 2)

von Charlotte Taylor, 389 Seiten, Erscheinungsdatum 27.11.2020

Nach „Liebe, als wäre dein Herz nie gebrochen: Vancouver Island Kisses 1“, brenne ich auf Reeds Geschichte. Sein Schicksal hat mich sofort berührt und wenn es jemand verdient hat, sein Glück zu finden, dann Reed.

Zur Handlung:

Auf Reed und seiner Tochter Grace lastet ein schwerer Schicksalsschlag. Als er Kiona gegenüber steht, spürt er etwas, was er schon lange nicht mehr empfunden hat, doch die beiden haben keinen glücklichen Start. Dazu die Pubertät von Grace, der Muff einer Kleinstadt und Menschen, die es nicht immer gut mit anderen meinen, machen es ihnen nicht leicht.

Zu den Figuren:

Reed Archer ist 35 Jahre alt und arbeitet als Meeresbiologe auf Vancouver Island. Seit dem Tod seiner Frau vor fünf Jahren ist er alleinerziehender Vater der inzwischen dreizehnjährigen Grace. Reed ist ein offenherziger Mann, der immer für andere da ist. Seine Tochter bedeutet ihm alles, genauso wie die Arbeit mit den Walen. Reed ist ein Naturbursche und trotz der beruflichen Wissenschaft, offen für Begebenheiten, die sich nicht rational erklären lassen.

Kiona Brooks ist 29 Jahre alt und arbeitet an Grace Schule als Kunstlehrerin. Sie hat großes Talent fürs Holzfigurenschnitzen. Kiona zieht sich privat eher zurück, aber für alles, was ihr auf der Seele brennt, zeigt sie Leidenschaft und Engagement. Sie hatte es als Teenager nicht leicht und lernte früh, auf eigenen Füßen zu stehen. Kiona ist zur Hälfte indigener Herkunft, was eine bedeutende Rolle in ihrem Leben und in diesem Buch einnimmt.

Die Entwicklung der Protagonisten ist authentisch geschrieben und bewegt sich in einem angenehmen Tempo. Beide sind starke Charaktere mit großer Empathie, was es mir leicht macht, sie in mein Herz zu schließen.

Die Umsetzung:

Der Schreibstil ist gefühlvoll, lebendig, bildhaft und mitreißend. Die Geschichte hat mich sofort am Wickel. Ich tauche in die Schönheiten Vancouver Islands ein und bin für dieses Fleckchen Erde schlagartig Feuer und Flamme. Ich erlebe eine pubertierende Grace, die mich oft schmunzeln lässt, mich mit ihren Ideen begeistert und den Alltag ihres Vaters gerne auf den Kopf stellt. Reed ist ein Vater, den ich mir für jedes Kind wünsche.

Die Annäherung zwischen Kiona und Reed ist aufregend, witzig, berührend und kriecht mir unter die Haut. Taylor schenkt mir so einige Gänsehautmomente, und Dank ihr, erlebe ich Whalewatching hautnah. Ich muss mich daran hindern nach einem Handtuch zu angeln und mich abzutrocknen, weil die Wale alle im Boot mit Wasser bespritzt haben.

Die Story wird aus den wechselnden Ich-Perspektiven von Reed und Kiona in der Vergangenheit erzählt. Im Nachwort steht, das es für Taylor das erste Mal ist, das sie diese Perspektive bedient, und ich muss sagen, es ist ihr famos gelungen. Neben der sich anbahnenden Romanze beherrschen ernste Themen die Seiten. Rassismus ist nur eines davon und Taylor legt die Finger in einige Wunden, aber vermeidet dabei den erhobenen Zeigefinger.

Die Spannungsbögen steigen nicht in unermessliche Höhen, aber halten konstant ihr Niveau und ich lese mit größter Neugier von einem Kapitel ins nächste. Die Kapitelanfänge sind entzückend gestaltet. Dazu gesellen sich Nebenfiguren, die die Story enorm mittragen. Es gibt einige Textstellen im Buch, die ich am liebsten markieren möchte, weil ich sie kostbar und aussagekräftig empfinde.


Mein Fazit:

„Lebe, als gäbe es kein Morgen“ ist eine Lovestory mit Tiefgang, einem malerischen Setting, Figuren zum Verlieben und unzähligen Gänsehautmomenten. Mit diesem Buch träume ich mich sofort nach Vancouver Island und vergesse alles um mich herum. Ein absolutes Wohlfühlbuch ohne Kitsch und Katsch.

Von mir erhält „Lebe, als gäbe es kein Morgen“ 5 begeisterte ⭐️ von 5 und eine absolute und unbedingte Leseempfehlung.

Und solltet ihr „Liebe, als wäre dein Herz nie gebrochen: Vancouver Island Kisses 1“, von Sarah Saxx noch nicht kennen, dann lege ich euch dieses Buch ebenso ans Herz wie dieses. Ich hoffe sehr, dass beide Autorinnen diese Reihe weiter ausbauen. Ich bin hin und weg.

Hier geht es zur Rezension von “Vancouver Island Kisses 1: Liebe, als wäre dein Herz nie gebrochen – von Sarah Saxx

 

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