Die Rechte am Cover von „Das Geheimnis von Ardmore Castle“ liegen beim Goldmann Verlag.
Meine Rezension:
Buch Herkunft: gekauftes Buch
Das Geheimnis von Ardmore Castle
Von Constanze Wilken, 480 Seiten, erschienen am 16.05.22 Goldmann Verlag
Kurz zum Inhalt:
Ivy Ferguson arbeitet als Versicherungsdetektivin und ein Auftrag führt sie auf die Insel ihrer Kindheit nach Isle of Skye zum Schloss Ardmore. Der alte Schlossherr empfängt sie nicht mit offenen Armen, doch dank seines charmanten Neffen Calum kann sie mit ihrer Arbeit loslegen. Dass sie dabei nicht ehrlich ist und auf ein unvorstellbares Geheimnis des alten Laird stößt, macht alles nur umso verzwickter, als Ivy Gefühle für Calum entwickelt.
Die Umsetzung:
Am Anfang erwartet mich ein Personenregister, was ich sehr begrüße. Zu viele Figuren bringen mich durcheinander, aber so kann ich immer wieder nachschlagen und die Charaktere besser zu ordnen.
Überraschend:
Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt und startet in der Zeit 1879. Ich muss sagen, dass mir diese Tatsache anhand des Klappentextes nicht bewusst war. Generell lese ich Historisches nicht so gerne und ich habe an diesen Passagen heftig geknabbert. Die Schicksale, die die Menschen um diese Zeit erlitten haben, sind für mich nur schwer auszuhalten.
Angenehme Figuren:
In der Gegenwart fühle ich mich deutlich wohler und genieße die Leichtigkeit in den Seiten. Gemeinsam mit Ivy reise ich auf die Isle of Skye und bestaune das atemberaubende Setting. Ivy ist eine geborene Ferguson und Calum ein MacKenzie. Diese Familien sind schon viele Jahrzehnte verfeindet, doch die beiden stören sich nicht daran. Ivy ist sympathisch und mit Calum bekommt sie einen verführerischen Partner an die Seite. Es dauert nicht lange und es beginnt zu knistern. Ich erfahre alles aus der Sicht des personalen Erzählers aus unterschiedlichen Perspektiven. Die Spannungsbögen sind gelungen ausgearbeitet und halten die Leselaune hoch.
Der griesgrämige Schlossherr Ross MacKenzie macht eine bemerkenswerte Entwicklung durch, aber auch in Ivys Familie und bei ihr selbst verändert sich einiges. Die Hunde Molly und Charly sind für mich das Sahnehäubchen im Buch.
Mein Fazit:
Mit „Das Geheimnis von Ardmore Castle“ durchlebe ich unterhaltsame und fesselnd Lesestunden. Mir gefällt die Geschichte um Ivy und Calum hervorragend und das Setting der Isle of Skye ist unschlagbar. Da möchte ich gleich meinen Koffer packen und zu dieser rauen Naturschönheit reisen, um mir selbst ein Bild von ihr zu machen. Einzig auf die historischen Abschnitte hätte ich gerne verzichtet, obwohl Wilken sie großartig geschrieben hat und jeden Liebhaber von historischen Romanen damit sicher glücklich machen wird, aber ich zähle da leider nicht dazu.
Von mir erhält „Das Geheimnis von Ardmore Castle“ 4 unterhaltsame Sterne von 5 und eine absolute Leseempfehlung.
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